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Der Abdruck, auch nur teilweise, bedarf der schriftlichen Genehmigung des Verfassers.





Ein kummervoller Kannibale,
Der Lieb war, aber psychisch litt,
Fraß aus Versehen, wie fatale,
Nebst Bambuskohl den Pfaffen mit.

Die Christenmenschen waren böse,
Die Kirche strafte ihn mit Wut,
Doch als vorbei das Mordsgetöse,
Da ging’s ihm endlich wieder gut.


Frühling lässt sein blaues Band,
Durch die Lüfte flattern,
Hormone kriegen höchsten Stand,
Die Herr’n mit Zähnen klappern.

Vom Eise befreit sind Flüsse und Seen,
Der alte Noek begrapscht wieder Feen,
Der Studiendirektor schnitzt eine Flöte,
Aus den Knochen des Geheimrat von Goethe.

Frühling lässt sein blaues Band ....
Die Stimmung schäumt leicht über,
Im Weltgetriebe knirscht der Sand,
Wir Menschen fallen drüber.



Im großen, schönen Texastown,
Lebt ein rasend komisch Clown.
Er kann so tolle Sachen machen,
Die Leute biegen sich vor Lachen,
Über ihren kleinen Clown,
Die Leute da in Texastown.

Im wunderbaren Texastown,
Er hängt sich auf, der kleine Clown.
Neben seinem Sarg die Wachen,
Krümmen sich vor lauter Lachen.
Nun wird gesucht ein neuer Clown,
Per Inserat von Texastown.



Ein kleines Komma fühlt sich hingezogen,
Zu ein Punkt, gleich vis a vis.
Vor lauter Liebe ist es ganz verbogen,
Und denkt an ihn nur voller Poesie.

Es muss an seiner alten Stelle bleiben,
Egal wie heiß es liebt, und dann,
Wird es bestimmt noch Wochen über leiden.
Nur auf den Satzbau kommt es nämlich an.




Du bist zwar hässlich,
Und die da ist schön.
Ohne Dich fänd’ sie’s grässlich,
Denn sie würd’ keiner seh’n.
Denn wärst du nicht hässlich,
Da fänd’ die niemand schön.
Ich liebe dich.



Ob Loipe, Eisbahn oder Piste,
Im Winter ist die Hölle los,
Man Rührt in der Modekiste,
Kauft Sportgeräte nur engros.

Man schwebt in völlig neuen Sphären
Die graue Maus wir Superfrau,
Der Alttagsfrust beginnt zu gären,
Der Amtsrat wird zur Pistensau.

Der eine tobt die hänge runter,
Erst wedeln, Pflug, dann Telemark,
Der and’re schmaust nicht ganz so munter,
Nach Röschti den Cup Dänemark.

Die Spezies der Discoschnecken,
Legen ihre klebrig Spur,
Beim Apre Ski die Alpenrecken,
Woll’n beißen, doch sie bellen nur.

Der Urlaub geht sehr schnell zu Ende,
Der Herr trägt wieder Hut und Schlips,
Man schüttelt sich zum Schluss die Hände,
Mit neuen Mut und frischem Gips.






Lag neulich mal ein kleines Würstchen,
Auf dem Teller eines Fürstchen,
Er nannte es Chateau im Darm,
Da wurd’ vor lauter Stolz es warm.




War’n es auch nur die nackten Triebe,
Die mich in Dir entstehen ließen,
So wurden die zur Mutterliebe,
Die heut’ mit Kaffee wir begießen.

Als Mutter wurd’st mir auserkoren,
An Deinem Busen durft’ mich laben,
Du hast mich auch nicht eingefroren,
Oder mich im Beet vergraben.

Dafür möcht’ ich Dich umarmen,
Oh Du, mein hold, lieb Mütterlein,
Ich danke Gott für Dein Erbarmen,
Und besuch Dich auch im Heim.




Muttern, Du wirst fünfundachzig,
Det glob ick nich, det dürf nich sind,
Dann wär’ ja einfach über Nacht ick,
’n hochbetagtes, greises Kind.  

Ich fühl mir doch als wärst Du siebzich,
Uff dem Zenit der Manneskraft,
Och wenn die „Olle“ sacht, det jibt sich,
Pulsiert in mir noch Lebenssaft.  

Ick glob det nich, wie alt Du bist,
Ooch meen Arzt hat sich jewundat,
Er sah nur wie meen Blutbild is,
Und dachte schon Du wärest hundert.  

Ach Mütterlein, ich liebe Dir,
Och wenn ick dir nachloofe,
Für meene Vita, gloobe mir,
Bist Du ’ne Katastrophe.




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