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Zum Inhalt:

Das Ehepaar Mehlmann, er ist Aufsichtsratvorsitzender eines größeren Konzerns, sie ist eine erfolgreiche Schönheitschirurgin, hat sich, bis auf die täglichen, kleinen Gemeinheiten, nicht mehr viel zu sagen.
Ihre beiden erwachsenen Kinder, Christine und Friedwart, tragen auch nicht mehr dazu bei, dass eine konstruktive Konversation der beiden Eltern stattfindet. So ist Emma, die langjährige Haushälterin und  der gute Geist in den Mehlmannschen Gemäuern, dazu verdonnert, zwischen den beiden „Ehekrüppeln“ zu vermitteln, was ihr mit zunehmendem Alter immer schwerer fällt. Doch schließlich siegt die Vernunft. Die Herrschaft gibt bekannt, doch lieber eine Scheidung in Freundschaft, als eine feindliche Ehe zu vollziehen. Das Anwesen ist schließlich groß genug, so dass beide darin wohnen können, ohne sich begegnen zu müssen.
Die Tochter des Hauses, die kurz davor steht Heinz-Hermann, einen ausgesprochen liebenswerten aber hoffnungslos grobmotorischen jungen Mann aus guten Hause zu heiraten, ist darüber entsetzt, ihrem Bruder hingegen ist die Trennung seiner Eltern völlig schnuppe. Die Großmutter, Frau Konsulin Mehlmann, die gekommen ist um die Regie der drohenden Hochzeit ihrer Enkelin an sich zu reißen, steht einer Trennung ihres Sohnes ähnlich gelassen gegenüber.
Die Fahrt der Brauteltern zum Scheidungsanwalt wird jählings durch den Schwiegersohn in spe gestoppt! Wie immer, aus Versehen, betätigt er den falschen Knopf zur richtigen Zeit, und lässt seine zukünftigen Exschwiegereltern mit ihrem Auto gegen das sich schnell schließende Einfahrttor knallen.
Da beide nicht angeschnallt sind, überstehen sie den Unfall nur mit Blessuren. Bewusstlos werden sie von ihren aufgeregten Familienmitgliedern ins Haus gebracht, erwachen aus ihrer Ohnmacht, doch wo sind sie, und vor allem wer sind sie? Beide haben eine Amnesie. Das Ehepaar Mehlmann bestaunt fassungs- und ahnungslos das, was sich um sie herum tut, und vor allem das, was sich immer wieder „ihre Familie“ nennt. Sie beschließen, sich zu verteidigen, und zwar gemeinsam. Ein Entschluss, der nicht ohne Folgen bleibt.   



WZ  (Wuppertaler Zeitung)
vom 22.09.04
KULTUR in WUPPERTAL
 
Uraufführung: Zum Geburtstag eine „Amnesie“

Dagmar Altrichter, gerade 80 geworden, probt in der Comödie für die Uraufführung von "Amnesie". Autor des Werks ist ihr Sohn.

Wuppertal. "Ich schenke meiner Mutter zum Geburtstag eine Amnesie." Andreas Schnabel sagt es mit einem Schmunzeln - wie auch sonst? Das Geburtstagsgeschenk hat sich seine Mutter, die Schauspielerin Dagmar Altrichter, schließlich selbst eingebrockt. "Für alte Leute gibt es nichts Richtiges zu spielen", hat sie kritisiert und im selben Atemzug Gegenmaßnahmen eingefordert. "Schreib` doch mal was." Kann ein Sohn da widerstehen? Kann er nicht. Schon gar nicht, wenn die Mutter 80 wird und mit Leib und Seele Schauspielerin ist.

Familienbande beleben zum Saisonstart die Comödie am Karlsplatz. "Amnesie" heißt das erste Werk von Andreas Schnabel, das es auf die Bühne schafft. Was keineswegs daran liegt, dass Schnabel bisher nur auf Ablehnung gestoßen wäre sondern an der späten Berufung des Autors, der erst Rettungssanitäter und Betonfahrer war, bevor er TV-Regisseur wurde und die Aufforderung, ein Theaterstück zu schreiben, schließlich wörtlich nahm.

Das reißt nicht nur die Frau Mama, sondern auch das Comödien-Team zu Begeisterungsstürmen hin. "Das Stück lebt von einer ungeheuren Verbalkomik", schwärmt Lutz Reichert, der "Amnesie" zusammen mit Rolf Berg zur Uraufführung bringt. Reichert, der in der WDR-Serie "Die Anrheiner" zurzeit als fieser Makler sein Unwesen treibt, führt in der Comödie nicht nur Co-Regie, sondern steht auch selbst im Rampenlicht als Ehemann, der sich auf der Fahrt zur Scheidung mit seiner Frau (Petra Nadolny) ein Auto teilt, das er prompt vor eine Wand fährt. Dass beide ihr Gedächtnis verlieren, ist ärgerlich, aber auch eine Chance für einen Neuanfang.

Ihre Chance will auch Dagmar Altrichter nutzen. Die Synchronsprecherin und deutsche Stimme von Angela Lansbury ("Mord ist ihr Hobby") ist zum ersten Mal in der Comödie Wuppertal zu sehen. Selbst am Montag, an ihrem 80. Geburtstag, stand sie dafür auf der Probebühne. "Gerne", wie sie strahlend sagt. Als Oberhaupt der Bühnen-Familie darf sie ihren "Angehörigen" ja auch zeigen, wo`s lang geht. Gibt es ein schöneres Geburtstagsgeschenk?


WZ (Wuppertaler Zeitung)
vom 2.10.04

Klare Worte von "Omilein"

Gefeierte Uraufführung von "Amnesie" in der Comödie: Andreas Schnabel widmet das Stück seiner Mutter, Dagmar Altrichter.

Wuppertal. Klarer könnten die Verhältnisse nicht sein. "Er" schmollt an seinem Tisch in der linken Ecke, "sie" schickt ihre Giftpfeile aus der umgekehrten Richtung. Mittendrin statt nur dabei ist Emma. Das Dienstmädchen steht buchstäblich zwischen den Stühlen und bringt den Dauerzoffenden ihre "Henkersmahlzeit" als Ehepaar an den jeweils eigenen Tisch.
Ihre Suppe löffeln die Herrschaften längst nicht mehr gemeinsam aus, dafür serviert Autor Andreas Schnabel ein Debütstück, das Appetit macht Appetit auf weitere Komödien.
Schnabel präsentiert keinen Tür-auf-Tür-zu-Klamauk, sondern hintersinnigen Humor und ein liebevolles Thema. Denn Liebe war`s einmal, und Liebe könnte es wieder werden. Auch wenn der Neuanfang ein Unfall ist: Ausgerechnet auf dem Weg zum Scheidungsanwalt fährt das Ehepaar Mehlmann sein Auto vor die Wand.
Wie positiv das Ganze ausgeht, dürfte so klar sein wie das Fazit. Schnabel setzt Pointen, ohne zu poltern, und sorgt für eine "Amnesie", die man garantiert nicht vergisst.

Wuppertaler Rundschau

Haushälterin Emma gibt den Ton an
Die Uraufführung von „Amnesie“ wurde in der Comödie stürmisch gefeiert
Mit „Amnesie“, dem Bühnen-Erstlingswerk des Autoren Andreas Schnabel, wagte sich das Team der Comödie Wuppertal an die Uraufführung eines eher leisen Werkes. Hier werden keine Türen geknallt, Witze zum Schenkelklopfen gerissen, und keiner landet versehentlich im falschen Bett. Schnabel setzt auf Sprache, schreibt Dialoge, und, auch nicht unbedingt üblich für ein Boulevardstück, der Autor verleiht seinen Figuren Charaktere, geht fast liebevoll mit ihnen um. Eine Steilvorlage für die sieben Schauspieler, die ihre Chancen bestens nutzen. Der Autor setzt Pointen, die man sich auf der Zunge zergehen lassen kann und gibt damit den fantastischen Schauspielern so viel Raum, dass sie alle Facetten ihres Kunst zeigen können und ihre Spielfreude sichtbar wird.



NRZ  (Neue Ruhr-Zeitung)  
Samstag, den 8. Januar 2005

Nach dem Sturz auf den Kopf erblüht die Liebe neu
Comödie / Im Stück „Amnesie“ bricht die Ehe zunächst an den täglichen Gemeinheiten auseinander.

Dass ein Sturz auf den Kopf durchaus positive Auswirkungen hat, und sogar die Liebe wieder zum Erblühen bringen kann, zeigt Andreas Schnabels „Amnesie“ am Donnerstag in der stark besuchten Premiere im Residenz.
„Dann solltest Du bei Essen vielleicht nicht sprechen, Schatz“ kommentiert Lutz Reichert alias Herr Mehlmann die Beschwerde seiner Frau (Petra Nadolny), dass ein Haar in ihrer Suppe sei. An solchen täglichen Gemeinheiten bricht die Ehe auseinander. Die Scheidung ist schon geplant. Sogar Haushälterin Emma (Victoria Hinzmann) verzweifelt an ihren Vermittlungsversuchen. Beim Anblick ihrer verdrehten Augen konnte sich selbst das Publikum vor lachen nicht mehr halten. „Er ist eine genetische Katastrophe“, verkündete die Mutter des Herrn Mehlmann (Dagmar Altrichter) ihre Meinung über den zukünftigen Mann (Oliver Dupont) ihrer Enkelin (Antje Mönning).
Schließlich betätigt der Schwiegersohn in spe die falsche Fernbedienung und verursacht so einen Unfall der Eheleute Mehlmann auf dem Weg zum Scheidungsanwalt mit dem sich schließenden Einfahrtstor. Das Ausmaß der Blessuren zeigt sich, als die beiden aus ihrer Ohnmacht erwachen. Sie haben eine Amnesie. „Welcher Mann?“, „Wo bin ich hier?“, „Wer ist diese Frau?“ waren nur einige Fragen, die Mehlmann verwirrt in die Menge warf. Unter Schock verbünden sich die Eheleute erneut und finden auf nicht nur für das Publikum komischem Wege wieder zueinander. Und was mit dem Verursacher allen Schadens passiert, nachdem ein Stück Seife ihm das Gleichgewicht nimmt, darf erahnt werden.
Für das Ehepaar Mehlmann aber stellt sich die altbekannte Frage: „Gehen wir zu dir oder zu mir?“. Applaus. Standing Ovation. Das Publikum war begeistert. (ff)  


      

RN  (Ruhr Nachrichten) 
25. Februar 2005   Ausgabe Bochum  

Famlienchaos mit Comedycharakter

Bochum -  „Die Bochumer haben einen feinen Sinn für Humor“, kommentierte Autor Andreas Schnabel die Reaktion des Publikums auf sein Stück. Er hat den direkten Vergleich, denn vor der Premiere von „Amnesie“ am Donnerstag in der Comödie Bochum, lief das Stück schon in Wuppertal und Duisburg.

Gespickt mit Spitzfindigkeiten lebt das Ehepaar Mehlmann (Lutz Reichert und Petra Nadolny) nebeneinander her. Sie essen an getrennten Tischen und jeder bewohnt sein eigenes Zimmer. Neben der Hochzeit der verwöhnten und prüden Tochter Christina, alias Antje Mönning, steht auch die Scheidung des Paars an. Und dann steht unerwartet Konsulin Mehlmann vor der Tür.

Diese Rolle ist Dagmar Altrichter wie auf den Leib geschrieben. Ihre imposante Persönlichkeit zieht alle Aufmerksamkeit auf sich, sobald sie die Bühne betritt. Mit ihrer dunklen Stimme hat sie es eigentlich gar nicht nötig, sich mit herumwedeln ihres edlen Gehstocks Gehör zu verschaffen. Ob sie diese Methode auch bei der Erziehung ihres richtigen Sohnes, dem Autor des Stückes, angewandt hat, ist eher zweifelhaft. Sonst hätte er ihr wohl kaum „Amnesie“ zum 80. Geburtstag geschrieben.

In den Hauptrollen glänzen allerdings Petra Nadolny und Lutz Reichert, gleichzeitig Co.- Regisseur. Durch die ständige Dusseligkeit ihres Schwiegersohnes in spe (Oliver Dupont) verlieren Sie beim Autounfall ihr Gedächtnis. Zu DEN Mitleid erregenden Grimassen tragen sie auch noch Schlafmützen-ähnliche Verbände auf dem Kopf. Selbst so sind die beiden urkomisch.

Anfangs erwägen sie in einer Irrenanstalt zu sein, bis sie einsehen, doch sie selbst zu sein. Ein 25 Jahre verheiratetes und verbohrtes Paar, dass sich nicht mehr leiden konnte und darüber hinaus eine missratene Familie duldet.

In der zweiten Hälfte kommt das Stück richtig in Schwung. Das burschikose Hausmädchen (Victoria Hinzmann) übernimmt das Ruder, während sich das Ehepaar Mehlmann wie frisch verliebt benimmt und der Schwiegersohn sich gegen seine zickige Verlobte durchsetzt. Ein wahre Familienspektakel, in dessen Chaos auch die Requisiten dran glauben müssen oder Petra Nadolny in Manchen Szenen nicht mehr ernst bleiben kann. - vim  

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Samstag, den 8. Januar 2005
LOKALAUSGABE / DUISBURG

Ein hübsches Monster. "Amnesie" begeistert das Comödien-Publikum

Vollen Körpereinsatz zeigte das Ensemble der Comödie im Residenz bei der Premiere
ihres neuen Stückes "Amnesie". Der Autor des Stückes, Andreas Schnabel, hatte versprochen, mit seinem Erstlingswerk etwas besseres zu schreiben als die Boulevard-Stücke, in denen seine Mutter (Dagmar Altrichter) normalerweise auf der Bühne stand. Gesagt,  getan. Mit der heiteren Familienkomödie hat er den Nerv des Duisburger Publikums getroffen. Das Ehepaar Mehlmann baut auf  dem Weg zum Scheidungsanwalt einen Unfall und verliert das Gedächtnis. Aus diesem Umstand ergeben sich urkomische Situationen.
Die Macken der anderen Familienmitglieder werden durch die Amnesie ungeschönt betrachtet:
"Unsere Tochter ist ein Monster, wenn auch ein hübsches".
 Bei der Inszenierung in der Comödie im Residenz stimmte diesmal alles. Die Pointen saßen und waren auf hohem Niveau, auch wenn Herr Mehlmann (Lutz Reichert) seiner Frau (Petra Nadolny) das Gegenteil unterstellt. "Zu diesem Thema werde ich mich nicht mehr äußern - meine Bandscheibe. Ich müsste mich zu tief bücken, um mich auf dein Niveau zu begeben." Spritzige Wortwitze rund um die Themen Familie, Ehe und Sex gibt es zahlreiche in "Amnesie". Mit schönen Details wird die Aussage des Stücks unterstrichen. Die stehenden Ovationen des begeisterten Publikums wollten nicht
enden. Zu sehen ist "Amnesie" bis 19. Februar.

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Hauptausgabe
Samstag, den 8. Januar 2005

Etwas ist faul im Hause Mehlmann:
Die Eltern wollen sich scheiden lassen, die Tochter will einen liebenswerten Volltrottel heiraten - und Oma Mehlmann lässt die ganze Truppe stramm stehen. Doch dann geschieht das Wunder ... "Amnesie" heißt der stürmisch gefeierte Lacherfolg in der Comödie.Kaum zu glauben, dass der Autor Andreas Schnabel mit "Amnesie" sein Debüt auf die Bühne bringt - aber es scheint zu stimmen. Zwar sei ihm der Beruf des Bühnenautors bereits in die Wiege gelegt worden, "doch dauerte es 50 Jahre, bis ich das begriff", schreibt er schmunzelnd im Programmheft. Gott sei dank, könnte man da noch anfügen - denn sonst wäre die Comödie am Ostring jetzt um einen pfiffigen Abend ärmer.Mit vielen spritzigen Dialogen erzählt "Amnesie" die Geschichte der Familie Mehlmann, die der Autor zwar arg beutelt, dem Zuschauer aber direkt ans Herz wächst. Bei den Eltern tobt der Rosenkrieg, die Tochter steht kurz vor der Heirat, die rüstige Oma regiert mit strengem Kommando - und Hausmädchen Emma versucht unermüdlich, etwas Ordnung in den Laden zu bringen. Dann der Unfall: Auf dem Weg zum Scheidungsanwalt krachen die Eltern mit ihrem Auto vors Garagentor. Bewusstlos werden sie ins Haus gebracht ... und als sie wieder zu sich kommen, können sie sich an überhaupt nix mehr erinnern. Hilfe, Amnesie!Mit großer Freude toben sich der souveräne Lutz Reichert und Petra Nadolny als zerstrittenes Ehepaar Mehlmann in ihren Rollen aus. Vor diesen Hauptfiguren, die der Autor mit sehr viel Leben füllt, muss der Rest des tollen Ensembles etwas zurück stehen, wobei es besonders der jungen Antje Mönning gelingt, ihre Tochter Christine als verzogene Nervensäge mit viel Humor zu zeichnen. Altstar Dagmar Altrichter (die Mutter des Autors Andreas Schnabel) bringt eine Menge Würde mit ins Spiel. Der donnernde Beifall beweist: "Amnesie" ist keine Komödie zum Vergessen. Davon jederzeit mehr, liebe Comödie.  Zu sehen bis 2. April. Sw





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